Peter-Ustinov Realschule Köln, 10. Februar 2011
Die Theater-AG präsentiert
Herr der Fliegen, reloaded
Szenen nach dem Roman von William Golding

Die Welt befindet sich im Krieg. Eine Gruppe britischer Schulkinder, die in Sicherheit gebracht werden sollen, strandet nach dem Absturz ihres Flugzeugs auf einer einsamen Insel im Pazifik - einem Paradies auf Erden. Die Kinder erkunden die Insel, bauen sich Hütten, suchen sich Nahrung und halten beständig ein Feuer am Brennen - in der Hoffnung, bald entdeckt zu werden. Unter Ralphs Leitung organisieren sie ihr Leben nach den Regeln der Erwachsenenwelt. Als Jack demonstriert, dass das Leben auf der Insel ohne diese Regeln mehr Spaß macht, entsteht ein folgenschwerer Konflikt zwischen den Jugendlichen. Je länger ihr Aufenthalt dauert, umso gespannter wird die Situation auf der Insel. Hinzu kommt die vermeintliche Bedrohung durch ein wildes Tier, das ein Junge gesehen haben will. Im Kampf gegen das vermeintlich Böse tun die Jugendlichen es den Erwachsenen gleich und lassen es zum Schlimmsten kommen...

Das ist die Geschichte, die William Golding in seinem Roman "Herr der Fliegen" (1954) erzählt. Die Theater-AG benutzt die Vorlage für ein eigenes Theater-Stück. Ort und Zeit des Geschehens sind auf der Bühne nicht eindeutig. Herrscht tatsächlich Krieg? Oder ist es nur ein Kinderspiel? Oder ein Streit der Eltern vor dem Fernseher? Liegt die einsame Insel irgendwo im Pazifik? Oder ist es doch nur das eigene Zuhause, wo die Kinder mit PC und Fernseher allein gelassen sind? Wo entsteht die Gewalt? In der Wildnis, im Spiel der Gruppe, in der Schule? Ist alles nur ein Computer-Game, ein Film, ein Traum? Auf jeden Fall - ein Spiel auf der Bühne.
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Spielleiter: Holger Kuklik
Ich glaube, man kann sagen, das ist wirklich das, worum es in dem Buch geht: Wenn man keine Regeln hat, das heißt, wenn man kein Gesetz hat, dann ist man verloren, dann ist man fertig, dann ist es vorbei.
William Golding

