Mangas at school

„Das habt ihr gemacht? - Der Wahnsinn“. Beachtlich ist das Staunen in der Ausstellung Mangas at school als Schüler und Gäste am Tag der offenen Tür vor Melissa Kuhns und Alina Müllers Manga - Zeichnungen stehen, ihre Ideenvielfalt und die künstlerisch perfektionierte Bildgestaltung entdecken. Mangas sind nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen noch sehr beliebt.

Manga

Mangas jedoch selbst erstellen erweist sich als eine Herausforderung, die von den Zeichnern sicherlich Begeisterung, aber auch künstlerische Fantasie, zeichnerisches Können sowie Ausdauer und Geduld erfordern.

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Genau diesen Anforderungen entsprechen Alina und Melissa in hohem Maße, denn beide beherrschen die spezifische Formsprache der Manga-Zeichnung und finden doch ihren jeweils individuellen Gestaltungsmodus.

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Melissas Gestaltungsschwerpunkt liegt in der zeichnerischen Charakteristik ihrer Figuren mit ihrem deutlich sichtbar bewegten Innenleben. Beispielsweise weiten sich die Augen und die Haare sträuben sich gleichsam vor Schreck. Aber auch das entspannte Lächeln auf dem Gesicht eines Mangamädchens fasziniert den Betrachter während ihn der Ausfluss unter dem Lippenpiercing eher gruseln lässt. Melissa gewinnt die Motive ihrer Zeichnungen entweder aus dem sozialen Umfeld oder der Selbstwahrnehmung.

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Alina stellt ihre Figuren im Umfeld einer bestimmten Lebenssituation dar. In Anspielung auf den Glöckner von „Notre Dame“ rebelliert beispielsweise ein wutentbrannter Gefangener eindrucksvoll in den Windungen seiner Fesseln.

Manga

Vampire mit rot getönter Zunge ziehen den Betrachter in schaurige Fantasywelten, die sich ihm auch mit dem Blick auf die Halloween Feiernden öffnen.

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Die Ausstellung Mangas at school zeigt Alina M. und Melissa K. künstlerische Leistungen, die Besucher von 16jährigen Schülerinnen so nicht erwartet hätten.

Dr. M.A. Bußhoff